Starthilfe

Niemand hat gesagt, dass Telemarken leicht ist. War es noch nie, wird es nie sein. Auch das macht den Reiz dieses Sports aus. Mit ein paar Tipps (am besten vom Profi in einem Kurs) kann man sich viel Kraft und einige Stürze ersparen. Für die ersten Trockenübungen (auch wohnzimmertauglich!) haben wir hier ein paar Grundlagen für alle Novizen zusammengestellt.

1. Gesäß etwa über der hinteren Ferse. Am besten einmal komplett auf der hinteren Ferse absitzen und dann halb aufstehen. So ist die Position optimal.

2. Vorderes Bein stets leicht gebeugt, das Knie verdeckt gerade so die Sicht auf die Zehenspitzen. Anfänger haben oft das Problem, dass das vordere Knie zu stark gestreckt wird. Das Gewicht sollte in der Grundposition beim vorderen Fuß auf der gesamten Sohle lasten, nicht nur auf der Ferse.

3. Hände stets seitlich vor dem Körper und immer (!) im Sichtfeld. Fährt man mit Goggle, ist das Sichtfeld etwas eingeschränkt. Sobald eine Hand nicht mehr im Sichtfeld ist, ist sie zu weit hinten oder zu tief. Über die Postition der Hände wird die komplette Gewichtsverteillung gesteuert, darum ist sie so wichtig.

4. Stockeinsatz locker aus dem Handgelenk. Mit der Stockspitze ungefähr 15 cm hinter der Skispitze einstechen, die Arme nicht zu stark bewegen, das bringt zu viel Unruhe in den Oberkörper.

5. Rücken eher aufrecht, nicht zu sehr buckeln. Sieht einfach cooler aus, außerdem hat man mehr Spielraum, um Buckel und Kanten auszugleichen, und man spart Kraft.

6. Abstand zwischen den Füßen etwa eine Schuhlänge. Zwischen der Schuhspitze des hinteren Fußes und der Ferse des vorderen sollte in etwa eine Schuhlänge Platz sein. Ist der Abstand zu groß, verliert man die Belastung auf den hinteren Ski, er fängt an zu schwimmen. Ist er zu klein, fährt man schlichtweg keinen sauberen Telemarkschwung, sondern eher einen unsauberen Alpinschwung.

7. Gleichmäßige Gewichtsverteilung auf beiden Beinen. Die 50/50-Belastung wird sich eher anfühlen, als hätte man ein wenig mehr Belastung auf dem hinteren Fuß (ca. 70/30). Gerade wenn man Kurven mit starken Schräglagen fährt, sollte man darauf achten, auch den kurveninneren Ski sauber mit zu belasten, was einer der großen Unterschiede zum Alpinfahren ist, wo der Großteil der Belastung auf dem Außenski liegt.

Übungen:

Komplett auf der Ferse absitzen

Schrittwechsel in der Schussfahrt in flachem Gelände

Mit der Hand auf der Bergseite auf Höhe des vorderen Schuhs in den Schnee greifen

Stöcke waagrecht vor dem Körper halten